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  • Meinem Vaterland, der Republik Polen treu sein

     

  • AKTUELLES

  • 10 Oktober 2018

    Etwa 40 Überlebende mit Familien haben mit dem Präsidentenpaar an der Enthüllung des Grabsteins des Konsuls Konstanty Rokicki in Luzern teilgenommen, der während des Zweiten Weltkrieges die jüdische Bevölkerung vom Holocaust rettete. Der 1958 in Luzern in Armut verstorbene Konsul Konstanty Rokicki wurde auf dem Friedhof Friedental in der Sektion für Arme beerdigt.

    Die mit militärischen Ehren abgehaltene Zeremonie wurde von 12 Soldaten der Ehrenwache aus dem Garnison Warschau begleitet.

    – Wir stehen am Grab eines Menschen, der einen hellen Stern am schwarzen Himmel der dramatischen Jahre des Zweiten Weltkrieges symbolisiert, als die deutschen Nazis einen Völkermord an Menschen mit jüdischer Nationalität begangen haben – sagte bei den Feierlichkeiten der polnische Staatspräsident. – Wir verneigen uns vor allen Opfern dieses nicht nur im 20. Jahrhundert aber wohl in der ganzen Menschheitsgeschichte schrecklichsten Holocausts. Wir verneigen uns vor Millionen bestialisch ermordeten Juden. Wir verneigen uns vor Millionen ermordeten Staatsbürgern aus unterschiedlichen europäischen Ländern. Ich aber verneige mich heute vor allem vor Millionen ermordeten Polen, darunter Polen mit jüdischer Abstammung.

    Obwohl viele Jahre vergangen sind, wissen nur wenige Personen, dass die polnische diplomatische Vertretung „etwas für die damalige Zeit und für die Arbeitsweise von diplomatischen Stellen Unglaubliches geleistet hat“. Der Präsident hat Folgendes unterstrichen: – Polnische Diplomaten konnten diese damals illegale Mission, bei der sie ihr Leben und ihre Freiheit riskierten, nicht alleine durchführen. Sie haben es in der Zusammenarbeit mit jüdischen Organisationen gemacht. Diese Zusammenarbeit hat Polen gezeigt, wie es damals war. Als eine Republik Vieler Nationen. Polin.

    An der Zeremonie haben die von Rokicki Geretteten sowie deren Nachkommen aus Israel, den Vereinigten Staaten, Kanada und den Niederlanden sowie Polen und Juden aus der Schweiz teilgenommen.

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