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  • Meinem Vaterland, der Republik Polen treu sein

     

  • AKTUELLES

  • 3 Juli 2019

    Unten stehend finden Sie den Text der Replik des Botschafters Polens zum Interview mit Yehuda Bauer in der "NZZ", in dem er die Polen beschuldigt, „zwischen 150 000 und 200 000 Juden“ ermordet zu haben. Die NZZ-Redaktion hat auf unsere Bitte um die Veröffentlichung der Replik nicht geantwortet. Das ist das dritte Mal in Folge, wenn die NZZ schwere Anschuldigungen gegen Polen formuliert und die Anhörung der Stimme der anderen Partei verweigert. Das ist ein grober Verstoß gegen die journalistische Berufsethik und das Recht des Lesers auf Information.

    Sehr geehrte Damen und Herren 

     

    Am 25. Juni 2019 erschien in der NZZ ein Interview mit dem Holocaust-Historiker Yehuda Bauer. Herr Bauer behauptet, während des Holocaust „(…) wurden auch zwischen 150 000 und 200 000 Juden von Polen ermordet. Das wird von der polnischen Regierung geleugnet, und die israelische Regierung unterstützt sie dabei.“ 

     

    Wir lehnen diese Unterstellung ab. Die von Herrn Bauer zitierten Zahlen sind das Resultat der Fälschung einer historischen Quelle. Sie sind wissenschaftlich nicht belegt. Im Februar 2019 gab das „Jerusalem Post“ in einem bemerkenswerten Kommentar zu, was für mich einen Durchbruch im polnisch-jüdischen Dialog bedeutet. 

     

    Es ist einfach nicht angebracht, dass ein herausragender Historiker und Professor wie Yehuda Bauer, Ehrenvorsitzender von IHRA, einer Organisation deren Aufgabe ist es, das Holocaust-Gedenken zu unterstützen, nicht überprüfte und falsche Informationen wiederholt.

     

    Mit freundlichen Grüssen

    Jakub Kumoch

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